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Deutschland diskutiert Impfpflicht als vierte Empörung der Regierung

Am 20. November 2021 standen in Berlin Menschen inmitten einer COVID-19-Epidemie vor dem Impfzentrum in einem Einkaufszentrum. REUTERS / Christian Mang

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BERLIN, 21.11. (Reuters) – Deutsche Politiker diskutieren angesichts steigender Infektionen und niedrigerer Impfraten, die COVID-19-Impfpflicht für Bürgerinnen und Bürger zu verpflichten.

Mehrere Mitglieder des konservativen Lagers von Präsidentin Angela Merkel sagten am Sonntag, dass Bund und Länder eine Impfpflicht einführen sollten, sobald andere Versuche, die niedrige Impfrate in Deutschland auf nur noch 68 % anzuheben, gescheitert sind.

Tillman Cuban Die Weld, Chef des Jugendflügels von Merkels Christlich Demokratischer Union (CDU), schrieb in der Zeitung:

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Deutschlands siebentägige Coronavirus-Infektionsrate stieg auf den höchsten Stand seit dem 14. Tag in Folge und erreichte landesweit 372,7.

In einigen Regionen hat sie 1.000 überschritten, und einige Krankenhäuser haben bereits volle Intensivstationen gemeldet. Die dritte Epidemiewelle im vergangenen Dezember verzeichnete 197,6.

Insgesamt wurden in Deutschland seit dem Ausbruch im Februar 2020 5,35 Millionen Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt bei 99.062.

Der bayerische Ministerpräsident Marcus Soder forderte eine schnelle Entscheidung, den Govit-19-Impfstoff obligatorisch zu machen, während der Ministerpräsident von Schellswick-Holstein, Daniel Gunder, sagte, die Behörden sollten zumindest einen solchen Schritt diskutieren, um den Druck auf nicht geimpfte Bürger zu erhöhen.

Danyal Bayaz, ein einflussreicher Abgeordneter der Grünen und Finanzminister im südwestlichen Bundesland Baden-Württemberg, wo die Infektionsrate am höchsten ist, sagte, es sei falsch, die Impfpflicht in dieser Phase der Epidemie abzulehnen.

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Die Grünen befinden sich derzeit in Gesprächen mit Mitte-Links-Sozialdemokraten (SPD) und Liberaldemokraten (FDP) zur Bildung einer Dreier-Koalition auf Bundesebene.

Die drei Parteien befinden sich in der Endphase der Besiegelung eines Koalitionsvertrags, der dem aus der SPD austretenden Finanzminister Olaf Scholz den Weg ebnen soll, in der ersten Dezemberhälfte nach Merkel Präsident zu werden.

Scholes sagte, es sollte eine Debatte darüber geben, ob die Impfung für Gesundheitspersonal und ältere Krankenschwestern obligatorisch sein sollte. Die FDP-Mitglieder sprachen sich gegen einen solchen Schritt aus, da dieser stärker auf die individuelle Freiheit bedacht sei.

Das benachbarte Österreich hat diese Woche angekündigt, im nächsten Jahr Impfpflichten verpflichtend zu machen.

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Bericht von Michael Ninaferin, herausgegeben von Angus Maxwan

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