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Der deutsche Gouverneur ersetzt Windows durch Linux, 30.000 Arbeitnehmer migrieren

Der deutsche Gouverneur ersetzt Windows durch Linux, 30.000 Arbeitnehmer migrieren

Schleswig-Holstein, eines der 16 deutschen Bundesländer, bestätigte am Mittwoch seine Pläne, Zehntausende Systeme von Microsoft Windows auf Linux umzustellen. Die Ankündigung folgt auf zuvor angekündigte Pläne zur Migration der Landesverwaltung von Microsoft Office hin zu Open-Source-LibreOffice.

Wie entdeckt DokumentenstiftungDie Regierung scheint den Testlauf von LibreOffice beendet zu haben und kündigt nun Pläne für eine Ausweitung auf weitere Open-Source-Angebote an.

Im Jahr 2021 kündigte die Landesregierung Pläne an, bis 2026 25.000 Computer auf LibreOffice umzustellen. Damals das Land Schleswig-Holstein Er sagte Wir testen LibreOffice bereits seit zwei Jahren.

Wie Ministerpräsident Daniel Günter mitteilte Website Die Landesregierung bestätigte diese Woche, dass sie alle Systeme ebenfalls auf das Linux-Betriebssystem (OS) umstellt. Laut der auf der Website bereitgestellten Übersetzung:

Mit dem Kabinettsbeschluss hat die Landesregierung den Wandel weg von proprietärer Software hin zu freien, Open-Source-Systemen und digital souveränen IT-Arbeitsplätzen für die knapp 30.000 Mitarbeiter der Landesverwaltung konkret eingeleitet.

Die Landesregierung bietet ein Schulungsprogramm an, das sie bei Bedarf aktualisieren wird.

In Bezug auf LibreOffice hält die Regierung an der Möglichkeit fest, dass einige Arbeitsplätze eine so spezielle Software verwenden, dass sie nicht auf Open-Source-Software umsteigen können.

Im Jahr 2021 diskutierte Jan-Philippe Albrecht, damals Minister für Energie, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, über das Interesse, die Landesregierung aus dem Fenster zu halten.

„Angesichts der hohen Hardware-Anforderungen von Windows 11 werden wir bei älteren Rechnern ein Problem haben. Bei Linux haben wir das nicht“, sagte Albrecht. Dunst Das Magazin laut Google-Übersetzung.

In der Ankündigung dieser Woche hieß es außerdem, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung Microsoft Sharepoint und Exchange/Outlook zugunsten der Open-Source-Angebote Nextcloud, Open-Xchange und Mozilla Thunderbird in Verbindung mit dem Univention Active Directory Connector aufgeben wird..

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Das Land Schleswig-Holstein entwickelt außerdem einen Open-Source-Verzeichnisdienst, der das Open-Source-Microsoft Active Directory und das Telefonangebot ersetzen soll.

Träume von digitaler Souveränität

Zur Begründung der Entscheidung nannte die schleswig-holsteinische Landesregierung in ihrer Mitteilung eine erhöhte IT-Sicherheit, Kosteneffizienz und die Zusammenarbeit verschiedener Systeme als Vorteile des Umstiegs auf Open-Source-Software.

Darüber hinaus treibt die Regierung die Idee der digitalen Souveränität voran, wobei Schleswig-Holsteins Minister für digitale Transformation, Dirk Schroedter, in der Ankündigung den Wert des Konzepts mit dem Wert der Energiesouveränität vergleicht. In der Anzeige wurde auch Schroedter mit den Worten zitiert, dass digitale Souveränität „mit aktuellen Standard-IT-Arbeitsplatzprodukten“ nicht erreicht werden könne.

Schroedter verwies auf die zunehmende Abhängigkeit der Landesregierung von Cloud-Diensten und sagte, dass Nutzer bei proprietärer Software keinen Einfluss auf den Datenfluss und darauf haben, ob diese Daten in andere Länder gelangen.

Schroedter behauptete auch, dass der Schritt dem Staatshaushalt helfen würde, indem Gelder von Lizenzgebühren auf „echte Programmdienste aus unserer lokalen digitalen Wirtschaft“ umgeschichtet würden, was auch lokale Arbeitsplätze schaffen könnte.

Im Jahr 2021 sagte Albrecht, das Land sei bei proprietären Softwareverträgen an seine Grenzen gestoßen, weil „die Lizenzgebühren in den letzten Jahren immer weiter gestiegen sind“, heißt es in einer Google-Übersetzung.

„Zweitens bietet uns Open Source im Hinblick auf unsere Ziele der Digitalisierung des Managements mehr Flexibilität“, fügte er hinzu.

Damals behauptete Albrecht, dass 90 Prozent der Videokonferenzen der Landesregierung auf der Open-Source-Software Jitsi liefen, was während der COVID-19-Pandemie nützlich sei, weil das Land die Kapazität für Videokonferenzen schnell erhöhen könne.

Darüber hinaus sagte er, da das Schulportal auf (unbenannter) Open-Source-Software basiert, „können wir die Schnittstelle flexibel gestalten und Dienste so integrieren, wie wir es wollen.“

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Weltweit gibt es viele weitere Beispiele für die Umstellung von Regierungsbehörden auf Linux zugunsten der Open-Source-Technologie. Bundesregierungen mit besonderem Interesse an der Vermeidung von in den Vereinigten Staaten ansässigen Technologien, einschließlich Nordkorea Und China, einige Beispiele. Die Südkorea Die Regierung und die Stadt teilten außerdem Pläne mit, bis 2026 auf Linux umzusteigen Barcelona Gemeinsame Migrationspläne im Jahr 2018

Doch einige Regierungsbehörden, die diesen Schritt wagten, bereuten es und verkrochen sich schließlich wieder in Windows. Vienna hat die Debian-basierte Distribution veröffentlicht Winox Allerdings im Jahr 2005 aufgeben zum Thema Migration bis 2009

Im Jahr 2003 kündigte München an, rund 14.000 Personalcomputer von Windows auf Linux umzustellen. Im Jahr 2013 endete das LiMux-Projekt, doch steigende Kosten und die Unzufriedenheit der Nutzer führten dazu, dass München 2017 ankündigte, in den nächsten drei Jahren zu Windows zurückzukehren.

Albrecht ging 2021 im Gespräch mit Hayes auf diesen Fehler ein und sagte laut Google Translate:

Das Hauptproblem bestand darin, dass die Mitarbeiter nicht ausreichend einbezogen wurden. Wir machen es besser. Wir planen lange Übergänge mit paralleler Nutzung. Wir stellen Open Source Schritt für Schritt dort bereit, wo Fachbereiche dafür bereit sind. Dies schafft auch einen Grund für eine stärkere Einführung, weil die Leute sehen, dass es funktioniert.