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Merkel appelliert ein letztes Mal an die Deutschen zur Impfung Nachrichten | DW

Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Samstag ihr wahrscheinlich letztes Plädoyer für eine Impfung der Deutschen gegen COVID-19 gestellt.

Merkel, die nächste Woche ihr Amt niederlegen wird, gab nach mehr als 600 Podcasts pro Woche ihre letzte Videoübertragung.

„Ich bitte Sie noch einmal sehr eindringlich, dieses tückische Virus ernst zu nehmen“, sagte sie und bezeichnete die vierte Coronavirus-Welle in Deutschland als „extrem gefährlich“ und sogar „dramatisch“, wobei die Intensivstationen in einigen Teilen des Landes überlastet seien .

„Vor allem die neue Variante von Omicron scheint ansteckender zu sein als die Vorgängerin. Holen Sie sich den Impfstoff, sei es die erste Impfung oder eine Auffrischimpfung“, fügte Merkel hinzu.

Familien sind von Todesfällen durch Coronaviren „fassungslos“

Mit Blick auf die 102.946 Menschen in Deutschland, die an COVID gestorben sind, sagte die scheidende Kanzlerin: „Alle lassen Familien oder Freunde zurück, fassungslos, sprachlos.“

Sie fügte hinzu, dass Todesfälle jetzt vermieden werden könnten, da Impfstoffe im ganzen Land verfügbar seien.

„Holen Sie sich den Impfstoff, egal ob Erstimpfung oder Auffrischimpfung“, sagte Merkel, „jeder Impfstoff hilft.“

Sie lobte auch „diejenigen, die in dieser schwierigen Zeit rational und verständnisvoll sind“ und „die Regeln einhalten“, die ihrer Meinung nach die überwiegende Mehrheit des Publikums ausmachen.

„Sie zeigen die sehr bemerkenswerte bürgerliche Verantwortung für unser Land, ohne die weder Kanzler noch Regierung etwas erreichen können.“

Nach 16 Jahren an der Macht soll Merkel nach einer Abstimmung im Parlament am Mittwoch die Zügel zur Wahl des neuen Kanzlers an den Sozialdemokraten Olaf Schulz übergeben.

Schulz soll ein Dreier-Bündnis mit Umweltschützern und der neoliberalen Freiheits- und Gerechtigkeitspartei anführen.

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Ungeimpfte werden gebeten, zu Hause zu bleiben

Am Donnerstag kündigte die Bundesregierung neue Beschränkungen an, um eine neue Winterwelle von COVID-19-Infektionen zu durchbrechen, insbesondere angesichts des Aufkommens der Omicron-Variante.

Die Maßnahmen umfassen den Ausschluss ungeimpfter Personen im ganzen Land von nicht wesentlichen Geschäften, Restaurants, Sport- und Kulturstätten.

Der Bundestag soll zudem über einen Gesetzesentwurf beraten, der ab Februar oder März eine Impfpflicht vorschreibt.

Fast 69 % der Deutschen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft – weit unter dem Ziel der Bundesregierung von einer Mindestimpfungsrate von 75 % und deutlich unter einigen anderen EU-Staaten.

Die Zahl der Ungeimpften wurde als wesentlicher Faktor für den Anstieg neuer Virusfälle in den letzten Wochen verantwortlich gemacht.

Am Samstag verzeichnete Deutschland 64.510 neue tägliche Fälle und 378 zusätzliche Todesfälle. Die Infektionsrate im Land lag sieben Tage lang bei 442,7 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner.

mm/rs (AFP, AP, dpa)