Limburger Zeitung

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Im süddeutschen Kupferzel entsteht der weltgrößte „Stromnetz-Booster“.

Warum schreiben wir zu diesem Thema:

Die Produktion von nachhaltig erzeugter Energie hängt von den Wetterbedingungen ab. Kritiker prognostizierten Probleme bei der Anpassung an diese Höhen und Tiefen. Dafür gibt es jetzt eine Lösung, sagt Moritz Kuijpers.

Dutzende Container vollgepackt mit Lithium-Ionen-Batterien auf einer Fläche von 4,5 Fußballfeldern. Die baden-württembergische Gemeinde Kupwerzel wird bis 2025 über die weltweit größten Energiereserven verfügen. TransnetBW und Energie fließen. Alle Batterien zusammen werden eine Kapazität von 250 Megawatt haben. Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Verbesserung des Energieverbrauchs in Deutschland leisten.

Viel Ökostrom wird verschwendet

Das Problem, dass mit einer gewissen Regelmäßigkeit so viel Ökostrom erzeugt wird, dass das aktuelle Stromnetz diesen nicht mehr bewältigen kann, ist den meisten Menschen bekannt. Windkraftanlagen oder Solarpanels müssen dann gegebenenfalls abgeschaltet oder vom Netz getrennt werden, um Störungen zu vermeiden.

Andererseits gibt es periodisch Tage, an denen es an grüner Energie mangelt. Das sind die Tage, an denen Kohle- oder Gaskraftwerke laufen müssen.

Das Zusammenfassen dieser Stunden kann jedoch Stunden dauern. Das „Netzbooster Project“ in Kupvirzel greift dann in den dort gespeicherten Ökostrom ein

Verantwortlich für das Projekt ist TransnetBW. TransnetBW ist einer der vier großen deutschen Stromnetzbetreiber und ein Tochterunternehmen des Energieunternehmens EnBW.

Fluence wird Netzbooster bauen. Nach Angaben des deutsch-amerikanischen Unternehmens – einer Tochtergesellschaft von Siemens und der amerikanischen AES – lässt sich das Notstromaggregat in Millisekunden ein- und ausschalten. Dies sorgt laut TransnetBW für zusätzliche Sicherheit sowie geringere Kosten und höhere Erlöse.

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drückt die Preise nach unten

Denn grüne Energie wird effizienter genutzt und somit werden weniger (teure) externe Backup-Kapazitäten benötigt. In Deutschland geht es um potenzielle Milliardengewinne (abzüglich sogenannter „Umverteilungskosten“), die den Verbrauchern in hohem Maße zugute kommen.

„Wir freuen uns sehr, den Marktführer für Energiespeicher gewinnen zu können“, sagte Werner Goetz, Vorstandsvorsitzender von TransnetBW.

Fluence ist kein Newcomer in Sachen Energiespeicherung. 205 solcher Projekte hat sie bisher bereits vollständig umgesetzt.

Energiespeicheranlage De Malita in De Filipina.  BronFluence
Energiespeicheranlage De Malita in De Filipina. Bron Fluence Energie

Grundsatz

Tatsächlich reichen 250 MW nicht aus, um alle Probleme zu lösen. Es müssen mehr regionale Energieversorgungen aufgebaut werden. Diese benötigen nicht unbedingt Batterien.

Darüber hinaus wird grüne Energie in Deutschland hauptsächlich im Norden produziert, während die meisten Industrien im Süden angesiedelt sind. Damit die Energiewende gelingt, müssen die Stromnetze verbessert werden.

TransnetBW ist nicht der einzige Akteur, der an den eigenen Energiereserven arbeitet. Auch das niederländische Unternehmen Tennet arbeitet daran und baut ähnliche Projekte in Ottenhofen (bei München) und eines bei Kiel im Norden. Die anderen beiden deutschen Netzbetreiber sind 50 Hz und Amprion.

Der niederländische Energieversorger Eneco hat kürzlich in der niederländischen Stadt Lelystad die bisher größte niederländische Batterie in Betrieb genommen. Der sogenannte „Buffalo“ von Giga Storage hat eine Leistung von 25 Megawatt und eine Kapazität von 48 Megawatt pro Stunde. Dies ist die zweite Giga-Batterie, die mit Strom versorgt wird. Der Erste , Giga-RenaultEs hat eine Produktionskapazität von 12 Megawatt und eine Kapazität von 7,5 Megawatt pro Stunde. Es ist seit 2020 in Betrieb und befindet sich ebenfalls in Lelystad.