Limburger Zeitung

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Deutschland verstärkt Grenzkontrollen zu Polen

Die Polizei in Kampfausrüstung stürmte am Sonntag eine Kundgebung und entfernte Hunderte Demonstranten mit Lastwagen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer spricht auf einer Pressekonferenz zum Thema Migration.

Quelle: dpa-Zentralbild


Bei der Aktion beschlagnahmte die Polizei Pfefferspray, ein Bajonett, ein Messer und eine Machete.

Der illegale Übertritt der EU-Ostgrenze mit Weißrussland hat zuletzt die Mitgliedstaaten in eine schwere Krise gebracht.

Es schlägt vor, an der Grenze zu Weißrussland eine Grenze im Wert von 545 Millionen US-Dollar (730 Millionen US-Dollar) zu bauen, um polnische Migranten zu vertreiben.

Auf die Frage, ob solche Grenzmauern nötig seien, sagte Seahofer: „Es ist für uns legal, die Außengrenze zu schützen, um unentdeckte Übergänge zu verhindern.“

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Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind seit Anfang dieses Jahres rund 5.700 Menschen ohne Einreisegenehmigung über die Grenze zwischen Deutschland und Polen gereist.

Am Samstag wurde ein mutmaßlicher Entführer festgenommen, nachdem 31 illegale Einwanderer aus dem Irak in einem Lieferwagen nahe der polnischen Grenze gefunden worden waren.

Seehofer schrieb letzte Woche einen Brief an seinen polnischen Amtskollegen Mariusz Kaminski, in dem er vorschlug, die gemeinsamen Patrouillen entlang der polnischen Grenze als Reaktion auf die wachsende Zahl von Einwanderern zu verstärken.

Kaminsky antwortete, Polen werde solche Maßnahmen „voll unterstützen“.

Allerdings sagte Schoffer vergangene Woche, Deutschland habe keine Pläne, die polnische Grenze zu schließen, und fügte hinzu, dass ein solcher Schritt „rechtlich fragwürdig“ sei.

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Die Europäische Union (EU) hat belarussischen Behörden vorgeworfen, im Rahmen einer gemeinsamen Operation Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika nach Minsk geschickt zu haben, um sich gegen die gegen die Opposition verhängten Sanktionen zu rächen.

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Anfang dieses Monats plädierten Beamte aus Ländern wie Polen, Litauen und Griechenland für Sanktionen, um den Bemühungen zur Bewaffnung von Migranten über die EU-Grenzen hinweg entgegenzuwirken.

Brüssel verzichtet bislang auf die Finanzierung von Grenzmauern für Mitgliedstaaten und beharrt darauf, dass der derzeitige Rechtsrahmen nur „Grenzschutzorganisationen“ die Verwendung von EU-Haushaltsmitteln erlaube.