Limburger Zeitung

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Purr-dah: Eine deutsche Stadt, die Katzen den Aufenthalt im Freien verbietet, um seltene Vögel zu schützen

Die Behörden im südwestdeutschen Walldorf haben einige Katzenbesitzer angewiesen, ihre Haustiere bis Ende August im Haus zu halten, um einen seltenen Vogel während seiner Brutzeit zu schützen.

Der Erlass sollte helfen, die Kronenlerche zu retten, die ihr Nest auf dem Boden baut und daher eine leichte Beute für Katzenjäger ist.

Die Zahl der Vögel in Westeuropa ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen.

„Das Überleben der Art hängt unter anderem von jedem einzelnen Küken ab“, schreiben die Walldorfer Behörden.

Die Kronenlerche ist ein Singvogel und kommt in ganz Europa, einschließlich Großbritannien, vor. Die Zahlen sind in den letzten Jahren auf dem gesamten Kontinent gesunken.

Etwa 15.000 Menschen leben in Waldorf, etwa 14 Kilometer südwestlich der Stadt Heidelberg.

Der Erlass, der für alle Katzen im südlichen Teil der Stadt gilt und in den nächsten drei Jahren wiederholt wird, hat Tierbesitzern Unannehmlichkeiten bereitet.

Die regionale Tageszeitung Rhein-Necker-Zeitung berichtete am Mittwoch, dass der Leiter des örtlichen Tierschutzvereins rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einleiten wolle.

„Bitte bleiben Sie ruhig“, wurde er zitiert. „Ich kann Ihnen versichern, dass wir alles in unserer Macht Stehende tun werden, um diese unverhältnismäßige Aktion zu stoppen.“

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