Limburger Zeitung

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Deutscher Ski-Chef warnt vor „Manipulation“ bei Olympia-Covid-Test

Der Chef des deutschen alpinen Skiteams warnte am Freitag, dass die Unklarheit über die COVID-19-Tests bei den Olympischen Winterspielen in Peking „die Tür für Manipulationen öffnet“.

„Sie können jeden aus dem Verkehr ziehen, der Ihnen im Weg steht“, sagte Wolfgang Mayer, Leiter alpiner Veranstaltungen beim Deutschen Skiverband (DSV).

„Wir haben keinen Schutz für die Sportler und sind dort der Tyrannei schändlich ausgesetzt.“

Mayer ist besorgt über das strenge Covid-Protokoll für die am 4. Februar beginnenden Spiele in Peking, bei dem ein positiver PCR-Test auf das Virus einen Sportler sofort vom Wettkampf disqualifiziert.

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Der 60-Jährige will von den chinesischen Olympia-Organisatoren Aufklärung über den Wert eines CT-Scans eines PCR-Tests, der anzeigt, ob eine mit dem Coronavirus infizierte Person ansteckend ist.

„Ich finde die ganze Situation sehr problematisch“, fügte Mayer hinzu.

„Unter den aktuellen Umständen halte ich es für ungerechtfertigt, Athleten und Trainer dorthin zu schicken.“

Mayer meint, wenn sich nichts ändert, „werden die Sportler jeden Tag mit der psychischen Belastung leben: Morgen kann ich ausgehen.“

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Er fügte hinzu: „Ich habe im vergangenen Herbst tatsächlich klare Regelungen gefordert, nach denen der Wert eines CT-Scans als positiv oder negativ bewertet wird, aber wir haben keine Informationen dazu erhalten.“

Er kritisierte auch die Entscheidung, dass Sportler Peking innerhalb von 48 Stunden nach Abschluss ihrer Aktivitäten verlassen müssen.

„Wo bleibt die große olympische Idee der Weltjugend, die sich in China versammelt, wenn die Menschen außerhalb der Sportstadien keinen Kulturaustausch mehr haben und innerhalb von 48 Stunden abreisen müssen?“

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