Limburger Zeitung

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Die deutsche Inflation verlangsamte sich auf 9,6 Prozent – Politico

FRANKFURT – Die Inflation in Deutschland ist im Dezember den zweiten Monat in Folge und stärker als erwartet gesunken, was Hoffnungen weckt, dass das Schlimmste der Lebenshaltungskostenkrise bald überstanden sein könnte.

Laut vorläufigen Daten des deutschen Statistikamtes stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 9,6 Prozent und verlangsamten sich von 11,3 Prozent im November. erscheinen Dienstag. Analysten erwarteten allgemein einen moderateren Rückgang.

Gemessen an nationalen und unkoordinierten Vergleichen mit anderen Mitgliedsstaaten der Eurozone ging die deutsche Inflation von 10 Prozent im November auf 8,6 Prozent zurück.

Für das Gesamtjahr wird geschätzt, dass die Inflation um 8,7 Prozent über dem Durchschnitt des Vorjahres liegt, der stärkste Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen.

Bundesbankpräsident Joachim Nagel rechnet mit einem deutlichen Rückgang der Gesamtinflation durch die Aktivierung staatlicher Subventionen zur Drosselung der Gaspreise. Die Institution warnte jedoch davor, dass die Inflation im Jahr 2023 wahrscheinlich mehr als das Dreifache des Preisstabilitätsziels der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent bleiben wird, bevor sie im Jahr 2024 deutlich zurückgeht.

„Der Inflationsrückgang zum Jahresende wird vor allem durch drei Faktoren getrieben“, sagte ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann und nannte staatliche Unterstützung, niedrigere Ölpreise und die Aufwertung des Euro, die Importe in die Eurozone billiger machte. Er warnte jedoch auch davor, dass eine Rückkehr zur Preisstabilität in diesem Jahr noch in weiter Ferne sei.

Inflationsschätzungen für die Eurozone werden am Freitag veröffentlicht, da eine Reuters-Umfrage unter Analysten einen Rückgang von 10,1 Prozent im November auf 9,7 Prozent anzeigte.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, warnte jedoch davor, dass die Preise im Januar und Februar wieder steigen könnten. Zu diesem Zeitpunkt dürften frühere Energiepreiserhöhungen das Einzelhandelsniveau erreichen, bevor sie dauerhafter fallen.

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