Limburger Zeitung

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Der Verdächtige wurde wegen eines Putschversuchs von Bürgern des Deutschen Reiches, zu denen auch Russland gehörte, angeklagt

Der Verdächtige wurde wegen eines Putschversuchs von Bürgern des Deutschen Reiches, zu denen auch Russland gehörte, angeklagt

Behörden in Deutschland haben ein mutmaßliches Mitglied der extremistischen Reichsbürgerbewegung angeklagt, eine Gruppe unterstützt zu haben, die geplant hatte, in russische Hoheitsgewässer zu segeln, um sich Unterstützung für den Sturz des deutschen Staates zu sichern.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft wirft dem in Norddeutschland lebenden Angeklagten Unterstützung einer Terrorgruppe und Beihilfe zur Vorbereitung einer hochverräterischen Aktion vor.

Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahre Gefängnis.

Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, seit Anfang 2022 eine bestimmte Gruppe mit Bezug zur Reichsbürgerszene, die sogenannte Kaiserreichsgruppe, unterstützt zu haben, teilte die Hamburger Staatsanwaltschaft mit.

Die Reichsbürgerbewegung ist ein loser Zusammenschluss von Menschen, die den Staat nicht anerkennen und die Regierung stürzen wollen. Lokale Geheimdienste schätzen, dass im Jahr 2022 bundesweit rund 23.000 Menschen Teil der Szene waren.

Der Verdächtige soll außerdem vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht wegen des Vorwurfs eines Verstoßes gegen das Waffengesetz verhandelt werden.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft zielt die Empire-Gruppe darauf ab, das grundlegende demokratische System Deutschlands durch ein autoritäres Regime nach dem Vorbild der Verfassung des Deutschen Reiches von 1871 zu ersetzen.

In der Erklärung heißt es, dass einige ihrer Mitglieder und Unterstützer planten, per Schiff in russische Hoheitsgewässer einzudringen und Kontakte mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufzunehmen, um sich dessen militärische und politische Unterstützung für die Gründung eines neuen Staates zu sichern.

Siehe auch  Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und HWA entwickeln das bisher sauberste Konzept