Limburger Zeitung

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Euro driftet vor deutschem Verbraucherpreisindex

Euro driftet vor deutschem Verbraucherpreisindex

Der Euro zeigt am Montag nur begrenzte Bewegung. In der europäischen Sitzung wird EUR/USD bei 1,0948 gehandelt, was einem Rückgang von 0,02 % entspricht.

Die Inflation in Deutschland steigt

Die Inflationsrate in Deutschland stieg im Dezember im Jahresvergleich auf 3,7 %, verglichen mit 3,2 % im November, dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Den endgültigen Kostenvoranschlag erhalten wir am Dienstag. Zu diesem Anstieg trug vor allem der Basiseffekt einer einmaligen staatlichen Subvention für Energieausgaben im Dezember 2022 bei. Die Subvention kühlte die Inflation im Dezember 2022 ab und führte im Dezember 2023 zu einem Anstieg. Der vorläufigen Schätzung zufolge stiegen sie im Jahresvergleich um 4,5 %, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 5,5 % im November. Die Eurozone wird am Mittwoch ihren endgültigen VPI für November veröffentlichen.

Die politischen Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank können auf beeindruckende Fortschritte im Kampf gegen die Inflation verweisen. Im November fiel der VPI auf 2,4 %, ein deutlicher Rückgang gegenüber 2,9 % im Oktober. Vor einem Jahr lag die Inflationsrate bei 10,1 %. Da sich die Inflation dem Ziel von 2 % nähert, ist die drängende Frage der Zeitpunkt der Zinssenkungen. Die Märkte hatten die erste Zinssenkung bereits im März eingepreist, aber die EZB ist im Gegensatz zur Fed noch nicht auf den Zinssenkungszug aufgesprungen.

Philip Lane, der Chefökonom der EZB, sagte am Freitag, dass die Senkung der Zinssätze nicht ganz oben auf der Agenda der EZB stünde, bis die EZB überzeugt sei, dass „wir fest auf dem Weg sind, zu einer Inflationsrate von 2 % zurückzukehren.“ Diese Position spiegelte die Äußerungen der Präsidentin der Europäischen Zentralbank Lagarde vom Vortag wider. Lin warnte die Märkte und sagte, dass eine zu schnelle Senkung der Zinssätze zu einer höheren Inflation führen könnte. Die Märkte haben Kürzungen von mindestens 150 Basispunkten eingepreist und erwarten die erste Kürzung im März.

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EUR/USD Technisch

  • EUR/USD drückt auf die Widerstandsmarke bei 1,0954. Oben gibt es einen Widerstand bei 1,0996
  • 1,0908 und 1,0866 sind die nächsten Unterstützungsniveaus