Limburger Zeitung

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„Inventing Anna“ präsentiert eine fiktive Geschichte über die Täuschung der wahren Erbin

Sie erkennen das Gesicht und die markante Nasenstimme der Emmy-Preisträgerin Julia Garner vielleicht aus „Ozark“, aber in den neun Folgen von „Anna Creation“ spielt sie die rätselhafte Anna Sorokin – alias Ann Delphi.

Seit vielen Jahren gibt sich die freche Anna als Tochter eines deutschen Geschäftsmanns aus und navigiert in teurer Haute Couture durch Manhattans Luxushotels, Restaurants und Nachtclubs. Als Erbin hat sie sich geschickt mit Prominenten, Haute-Couture-Designern und wohlhabenden Tech-Mogulen angefreundet.

In Rückblenden erzählt, manipulativ, wird die Geschichte einer mysteriösen Anna in ihren Zwanzigern von Vivian Kent (Anna Chlumsky) untersucht, einer grummelnden, hochschwangeren Schriftstellerin, die verzweifelt versucht, ihren angeschlagenen journalistischen Ruf zurückzugewinnen.


Ermutigt von älteren Kollegen (Anna Dever Smith, Terry Kinney, Jeff Perry), die nach Scribria ausgewiesen wurden, interviewt Vivian Anna, die ohne Kaution auf Riker Island festgehalten wird und auf ihren Prozess wartet.

Um Annas Hintergrund zu erforschen, sucht Vivian Freunde, ehemalige Kollegen und leichtgläubige Opfer, darunter Fotoredakteurin (Katie Luz), Bankier (Alan Reed), Fitnesstrainer (Lavern Cox) und Boutique-Hotel-Concierge (Alexis Floyd). Annas Anwalt (Ariane. Moayad) und ihr Freund (Samer Othmani).

Mit einem eigentümlichen slawisch-germanischen Akzent ringend, überschüttet Garner Anna mit Sarkasmus, arroganter Ungeduld und eisiger Gleichgültigkeit. Er vertraut Anna und ihrem Konto und verwandelt jedes Gespräch in eine Betrugstransaktion. Dagegen ist Anna Chlumskys Vivian peinlich nervig.

Die von Shonda Rhimes („Grey’s Anatomy“) produzierte und bewährte Fantasy-Serie nutzt soziale Medien sowohl als Metapher als auch als erzählerisches Mittel. Es untersucht, wie Influencer Instagram verwenden, um sich vor aller Augen zu verstecken, während sich der langsame Aufbau kontinuierlich dehnt, und wiederholt einen Haftungsausschluss: „Die gesamte Geschichte ist absolut wahr – mit Ausnahme aller absoluten Bestandteile.“

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Zur Info: Jessica Presslers Buch „How An Ambitious New York Girl – And Her Banks Cheated“ wurde im Mai 2018 im New York Magazine veröffentlicht. Anna befindet sich derzeit noch in Haft der US-Einwanderungs- und Zollbehörde und kämpft gegen die Abschiebung nach Deutschland. Berichten zufolge zahlte Netflix Anna 320.000 Dollar; Im Gegenzug zahlte sie 198.000 US-Dollar Entschädigung, 24.000 US-Dollar an staatlichen Steuern und 75.000 US-Dollar Anwaltskosten.

Auf einer Granger-Skala von 1 bis 10 ist „Inventing Anna“ ein 6-Cheating-Stealth-Film, der auf Netflix gestreamt wird.