Limburger Zeitung

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FORUM der Automatenunternehmer e. V. löst sich auf

Der Verband FORUM der Automatenunternehmer hat seine Auflösung bekanntgegeben. Der Beschluss sei auf der Mitgliederversammlung vom 06. September 2022 getroffen worden, so die dazugehörige Pressemitteilung des Verbands. Der Verein, der sich mehr als 30 Jahre lang für die Glücksspielbranche engagiert hat, steht damit vor dem Ende.

Finanzprobleme

Die Gründe für die Entscheidung seien dem Vorsitzenden Andreas Engler zufolge mit Schwierigkeiten verbunden, unter denen der Verband zuletzt gelitten habe. Dazu zählten die finanzielle Situation des FORUM, die eine ausgezeichnete Arbeit, wie man es gewohnt sei, nicht mehr möglich mache, so Schatzmeister Dieter Kuhlmann.

Zuletzt hatte insbesondere die Corona-Pandemie Druck auf den Verband und seine Mitglieder ausgeübt. So hatte Andreas Engler zum Anlass des Forum-Treffens in Leipzig im November vergangenen Jahres die Verschärfung der Lage für viele Unternehmer der Branche beklagt. Zu den Kritikpunkten zählte, „dass Spielhallen, die vom Gesetzgeber noch nicht wegreguliert worden sind, trotzdem nicht öffnen können, weil sich keine Arbeitskräfte finden lassen“, so Engler.

Differenzen zwischen FORUM und Bundesverband

Weitere Probleme hätten sich aus den unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Automatenunternehmer (BA) ergeben, heißt es weiter. Gespräche mit dem Bundesverband seien ohne Ergebnis geblieben.

Der Vorsitzende Andreas Engler sagte:

„Wir hatten gute, intensive Gespräche mit dem BA, aber die Auffassung von Verbandsarbeit und Unabhängigkeit des FORUMs innerhalb des BA waren am Ende doch zu unterschiedlich.“

Der Vorstand des FORUM der Automatenunternehmer e. V. habe seinen Mitgliedern in der Folge die Auflösung empfohlen, die am 06. September einstimmig beschlossen wurde. Trotz guter Gründe bedaure man die Entscheidung.

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Was wird aus den Mitgliedern?

Nach der Auflösung des Verbands stelle sich nun die Frage danach, wie die ehemaligen Mitglieder sich weiterhin für die Spielautomaten-Branche engagieren und sich untereinander austauschen können. Dazu solle es bald neue Gespräche mit den verschiedenen Verbänden in Deutschland und mit dem Bundesverband geben, so Vorstandsmitglied Nick Baldus:

„Für unsere Mitglieder stellt sich nun die Frage, wie Sie sich inhaltlich weiter für die Branche einbringen können. Wir werden mit den Landesverbänden und dem BA dazu einen Gesprächsfaden wieder aufnehmen.“

Über den Bundesverband Automatenunternehmer

Der Bundesverband Automatenunternehmer e. V. vertritt seit 1953 die Interessen von Unternehmern der Unterhaltungsautomatenwirtschaft in Deutschland. Der Verein setzt sich aus 2.000 Mitgliedern zusammen, die insgesamt elf Landesverbänden und zwei Fachverbänden angehörten. Ziel des Verbands sei die Interessensvertretung seiner Mitglieder zu wirtschaftlichen, juristischen, politischen und sozial relevanten Themen, so die Webseite des BA.

Lob und Dankbarkeit

Der Verband der Automatenunternehmer FORUM blickt auf eine mehr als 30-jährige Geschichte zurück. Der Verband war nach eigenen Angaben eine wichtige Schnittstelle zwischen Automatenunternehmern und der Politik. Er unterstützte seine Mitglieder in rechtlichen Fragen und schuf eine Plattform für aktiven Austausch unter Unternehmern im Automatengeschäft, heißt es auf der Webseite des Verbands.

Die Mitglieder und der Vorstand bedankten sich bei den Mitarbeitern des FORUM für ihre „jahrelange sehr gute Arbeit“.

Die Liquidation des Verbandes werde von der Geschäftsführerin Anja Bischof und dem Vorsitzenden Andreas Engler überwacht. Die Geschäftsstelle sei noch bis zum Jahresende zu erreichen.