Limburger Zeitung

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Elon Musk gibt mit dem Start von SpaceX eine passende Antwort auf den „Besen“-Sound des Roskosmos-Chefs

Als Reaktion auf die Aussage des Chefs der russischen Weltraumagentur, Dmitri Rogosin, über den „Besenstiel“ in Aktion, gab der Technologiemogul Elon Musk mit seinem jüngsten Erfolg am Donnerstag eine treffende Antwort. Das Luft- und Raumfahrtunternehmen SpaceX von Musk startete heute 47 neue Starlink-Satelliten, nur wenige Stunden nachdem Rogosin angekündigt hatte, dass Russland seine Raketentriebwerke aufgrund von Sanktionen nicht an die Vereinigten Staaten liefern werde und stattdessen Besenstiele zum Fliegen verwenden könne. In einem Interview mit einem staatlichen Sender sagte der Chef von Roscosmos: „In einer Situation wie dieser können wir den Vereinigten Staaten nicht die besten Raketentriebwerke der Welt liefern. Lassen Sie sie auf etwas anderem fliegen, Besenstielen.“ Ich weiß nicht was.“

Verärgert über seine Aussage antwortete Musk später auf einen Clip von SpaceX über den heutigen Start mit vier amerikanischen Flaggen-Emojis und einem spöttischen „amerikanischen Besenstiel“ als Kommentar.

Dies ist jedoch nicht das erste Mal, dass Musk Rogozin wegen seiner kühnen Kommentare konfrontiert. Am Donnerstag zuvor hatte Rogosin gegen Musks Hilfe für die Ukraine protestiert, indem er Internetdienste über Starlink in der Region bereitstellte. Rogosin sagte in einem Interview: „Wenn Russland seine höchsten nationalen Interessen auf dem Territorium der Ukraine geltend macht, erscheint Elonmusk mit dem zuvor angekündigten Starlink als rein zivil. Hier hat sich dieser Mist (мурло) geöffnet“, sagte Rogosin in einem Interview. Als Antwort schrieb Musk in seinem Tweet: „Das zivile ukrainische Internet hatte seltsame Ausfälle – schlechtes Wetter vielleicht? – also hilft SpaceX, es zu beheben.“

Russland trägt die Ukraine-Krise ins All

Die russische Raumfahrtagentur arbeitet daran, die Beziehungen zu allen großen Raumfahrtagenturen nach und nach zu beenden, wobei es sich kürzlich um die deutsche Raumfahrtagentur handelt. Am Donnerstag gab Roscosmos die Beendigung seiner Zusammenarbeit mit Deutschland zur Durchführung gemeinsamer Experimente bekannt, die auf der russischen Seite der Internationalen Raumstation durchgeführt werden sollten. Die Agentur sagte, sie werde nun alle diese Versuche unabhängig durchführen. Die Deutsche Raumfahrtagentur erklärte daraufhin auch, dass sie dabei sei, die bilateralen Beziehungen zu Russland zu beenden und künftig keine Operationen mehr mit Russland durchführen werde.

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Neben Deutschland hat Russland auch die NASA und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) als Reaktion auf Sanktionen, die sowohl von den Vereinigten Staaten als auch von europäischen Ländern gegen sie verhängt wurden, entfernt.

Foto: AP / Twitter / @ SpaceX