Limburger Zeitung

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Eine düstere Warnung des deutschen Gesundheitsministers, der die Menschen auffordert, sich impfen zu lassen

Der scheidende Gesundheitsminister Jens Spahn warnte am Montag davor, dass Deutsche, die nicht geimpft sind oder eine COVID-19-Infektion überlebt haben, wahrscheinlich bis zum Ende des Winters sterben werden.

Spahn sagte, dass nicht genügend Deutsche gegen das Virus geimpft wurden, das in den letzten zwei Wochen Rekordzahlen infiziert hat, und forderte Millionen, die das Angebot der Regierung bisher abgelehnt haben, auf, ihre Bedenken hinsichtlich Impfstoffen zu überdenken.

„Bis Ende des Winters ist es sehr wahrscheinlich, dass fast jeder in Deutschland geimpft, genesen oder gestorben ist“, sagte Spahn.

Spahn, 41, fügte hinzu: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich jemand, der nicht geimpft wurde, in den kommenden Monaten ansteckt. Immunität wird (von allen) erreicht. Die Frage: Wird das durch Impfung oder Infektion erreicht? raten allen dringend, den Weg der Impfung zu beschreiten“.

Nur etwa zwei Drittel der Deutschen über 12 Jahre sind gegen Covid-19 geimpft.

Obwohl Deutschland bei seinen wissenschaftlich fundierten Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie einst als Vorbild galt, werden für den Anstieg der Infiziertenzahlen in diesem Monat niedrigere Impfraten im Vergleich zu anderen Ländern in Europa wie Spanien, Portugal und Frankreich verantwortlich gemacht. Und bleib im Krankenhaus.

Mehr als 30.000 Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, nachdem in den vergangenen Tagen mehr als 50.000 Infektionen pro Tag gezählt wurden. Krankenhäuser in einigen Regionen wie Sachsen im Osten und Bayern im Süden warnen vor Überbelegung ihrer Intensivstationen und mussten einige Patienten abweisen und in andere Krankenhäuser verlegen.

Spahn, ein bei der Wahl im September unterlegenes Mitglied der konservativen Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel, wird voraussichtlich in den nächsten Wochen sein Amt niederlegen, sobald eine neue Mitte-Links-Regierung im Amt ist.

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Spahn, eine umstrittene Figur für seinen gewundenen Weg während der Pandemie, wurde am Montag kritisiert, weil er nicht genügend Impfstoffe bei Biontech-Pfizer bestellt hatte, um den jüngsten Nachfrageanstieg zu decken, der hauptsächlich mit der Beschaffung von Deutschen oder der dritten Impfung in den letzten Wochen zusammenhing.

Spahn forderte Ende vergangener Woche Ärzte auf, mehr von einem konkurrierenden Impfstoff Moderna zu verwenden, der in Deutschland nicht so begehrt sei wie Biontech-Pfizer.

„Wir tun natürlich alles, um die verfügbaren Beträge zu erhöhen“, sagte Spahn. Wir werden vor nichts zurückschrecken. Wir werden alle Impfungen freigeben, die wir zur Verwendung haben.“

Die Bundesregierung hat versprochen, kein Impfmandat einzuführen, obwohl das benachbarte Österreich kürzlich einen solchen Schritt unternommen hat, um dort die niedrigen Impfraten zu bekämpfen. Dieses Versprechen wurde jedoch von vielen Politikern als Fehler bezeichnet, der aufgrund des Ausnahmezustands rückgängig gemacht werden muss.