Limburger Zeitung

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Ein vom französischen Nationalen Zentrum für Weltraumstudien geleitetes Konsortium beginnt mit der Entwicklung atomarer Beschleunigungsmesser

Ein vom französischen Nationalen Zentrum für Weltraumstudien geleitetes Konsortium beginnt mit der Entwicklung atomarer Beschleunigungsmesser

Die GOCE-Raumsonde der ESA soll das stationäre Gravitationsfeld und die Ozeanzirkulation untersuchen | Urheberrecht: ESA/AOES Medialab


Die französische Raumfahrtbehörde CNES gab am 16. Januar bekannt, dass sie mit der ersten Phase ihrer CARIOQA-Initiative begonnen hat, die auf die Entwicklung eines atomaren Beschleunigungsmessers abzielt.

Ein Beschleunigungsmesser ist einfach ein Instrument, das die Beschleunigung eines Objekts oder Objekts misst. Wenn diese Sensoren von einem Raumschiff aus gestartet werden, können sie uns dabei helfen, das Gravitationsfeld der Erde zu messen. Diese Messungen können dann in allen Arten der Klimaforschung verwendet werden. Beispielsweise nutzt die 2018 von der NASA und dem Deutschen Geowissenschaftlichen Forschungszentrum gestartete gemeinsame GRACE-FO-Mission diese Messungen des „Gewichts“ des Erdeises. Dazu misst es die Gravitationskraft des Eises auf einem Satellitenpaar.

Die Initiative „Cold Atomic-Rubidium-In-Orbit Interferometer for Quantum Acceleration“ (CARIOQA) zielt darauf ab, den ersten weltraumgestützten atomaren Beschleunigungsmesser zu entwickeln, der präzisere Messungen der Gravitationskräfte der Erde liefern wird.

Das CARIOQA-Projekt wird von einem Konsortium unter der Leitung des französischen Nationalen Zentrums für Weltraumstudien entwickelt. Das Konsortium besteht aus 15 Teilnehmern aus fünf europäischen Ländern, darunter die deutsche Raumfahrtagentur DLR, Airbus Defence and Space (seine deutschen und französischen Tochtergesellschaften), EXAIL Technologies und Leonardo. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission mit rund 17 Millionen Euro gefördert, wobei Airbus Defence and Space mit insgesamt 6,4 Millionen Euro den größten Anteil dieser Förderung erhielt.

Die Initiative hofft, bis 2030 den ersten Satelliten mit einem atomaren Beschleunigungsmesser starten zu können. Das Projekt befindet sich jedoch erst in der ersten Entwicklungsphase. Diese erste Phase der Projektentwicklung umfasst Machbarkeitsstudien und endet mit einem vorläufigen Missionsentwurf.

Siehe auch  Bewegliche Mondwissenschaften auf dem Ätna