Limburger Zeitung

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Die Umfrage zeigt das Ausmaß des deutschen Arbeitskräftemangels

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich der Fachkräftemangel in Deutschland im vergangenen Jahr weiter verschärft hat. Deutschlands Gesundheits- und Pflegesektor sind von der Knappheit besonders betroffen.

Fachkräftemangel in Deutschland

Unternehmen und Unternehmen in Deutschland tun sich schwer und schwer, Fachkräfte zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Civey, einem Forschungs-Startup der Bertelsmann Stiftung, das zwischen August und Oktober rund 7.500 Unternehmensentscheider befragt hat. Die Umfrage ergab, dass rund 66 Prozent der Unternehmen, von kleinen und lokalen Unternehmen bis hin zu großen internationalen Konzernen, Schwierigkeiten haben, Fachkräfte zu finden. Demgegenüber gaben nur 29 Prozent der Unternehmen an, von dem Defizit derzeit nicht betroffen zu sein.

Die Umfrage zeigt einen erheblichen Mangel im Pflege- und Gesundheitsbereich auf und bestätigt die Behauptung von Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, dass das deutsche Gesundheitssystem mit einem Personalrückgang konfrontiert ist. Der Einzelhandel sieht sich mit erheblichen Personalengpässen konfrontiert. Mehr als die Hälfte der Unternehmensentscheider beklagt einen Arbeitskräftemangel.

Der Mangel hat sich auch auf Arbeitsplätze im Sozialbereich, im Bildungssektor sowie im Handwerk und in der Technologiebranche ausgewirkt. Es ist ein bundesweites Problem in den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorbommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auch die Städte Berlin, Bremen und Charland waren betroffen, wenn auch nicht viel. „Der Fachkräftemangel wird immer mehr zu einem strukturellen Problem“, resümiert Alexander Burstedt vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Experten erwarten eine Verschärfung des Arbeitskräftemangels

Die Ergebnisse der diesjährigen Umfrage zeichnen ein düsteres Bild. Im vergangenen Jahr gaben nur 55 Prozent der Entscheider an, Schwierigkeiten bei der Fachkräftesuche zu haben, 38 Prozent gaben an, vom Mangel nicht betroffen zu sein. Dies zeigt, dass sich der aktuelle Fachkräftemangel von Jahr zu Jahr verschärft.

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Experten und institutionelle Entscheidungsträger prognostizieren zudem, dass sich die Knappheit in Zukunft weiter verschärfen wird. 67 Prozent der institutionellen Entscheidungsträger erwarten sogar bis 2022 einen Fachkräftemangel, während die Bertelsmann Stiftung sagt, dass „die lokalen Fachkräfte in den kommenden Jahren aufgrund des Bevölkerungswandels drastisch schrumpfen werden“.

Um den Mangel zu überwinden, fordern Unternehmen die gezielte Abwanderung von Fachkräften. Deadleaf Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, sagte, Deutschland benötige jedes Jahr etwa 400.000 qualifizierte Migranten, um den Fachkräftemangel im Land auszugleichen. Der Migrationsexperte der Bertelsmann Stiftung, Matthias Meyer, fordert eine bestmögliche Mobilisierung der deutschen Arbeitskräfte durch die Attraktivität bestimmter Branchen. Dies kann durch Lohnerhöhungen oder durch die Verbesserung der Work-Life-Balance geschehen.

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