Limburger Zeitung

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Die Türkei blockiert die Deutsche Welle und Foua

Die Internetdienste des deutschen Auslandssenders Deutsche Welle (DW) wurden in allen 32 Programmsprachen in der Türkei gesperrt.

Außerdem wurden laut DW auch die Webseiten des internationalen Senders Voice of America (VoA) gesperrt.

Laut DW hat die für die Medienbeobachtung zuständige türkische Behörde RTÜK im Februar dieses Jahres die DW und andere internationale Sender eingeladen, eine Lizenz in der Türkei zu erwerben. Die DW kam dem nicht nach, weil die Lizenz der türkischen Regierung erlaubt hätte, redaktionelle Inhalte zu überwachen.

DW-Geschäftsführer Peter Limburg sagte: „In umfangreicher Korrespondenz und sogar in einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter der Medienaufsicht haben wir erläutert, warum die DW eine solche Lizenz nicht beantragen konnte. Beispielsweise müssen in der Türkei lizenzierte Medien Online-Inhalte entfernen, die RTÜK als unangemessen interpretiert. Das ist für einen unabhängigen Sender einfach nicht akzeptabel. Gegen die nun erfolgte Sperrung wird die DW rechtlich vorgehen.“

Die Nachricht von der Sperrung habe sich bereits gestern Abend (Donnerstag, 30. Juni) in den sozialen Medien in der Türkei verbreitet, teilte die DW mit. Dort erfahren Nutzer von DW-Sendungen, wie sie die Zensur umgehen können.

während, Freiheit Berichten zufolge basiert die Lizenz auf einer Verordnung, die im August 2019 in Kraft getreten ist.

Sie fügt hinzu, dass die Kontrollen der Zensurbehörde Filme und Serien auf digitalen Fernsehplattformen wie Netflix und Social-Media-Plattformen umfassen, die regelmäßig Nachrichten übertragen. Die Verordnung umfasst jedoch Nachrichtensendungen auf YouTube, nicht jedoch einzelne YouTube-Feeds.

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