Limburger Zeitung

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Die Deutsche Bank ergreift Maßnahmen, um ihren Energieverbrauch weiter zu senken

  • Die Bank kündigte Pläne an, den Stromverbrauch in Deutschland zu senken.
  • Maßnahmen zur Senkung des Gasverbrauchs werden nach entsprechenden Entscheidungen der Bundesregierung folgen.

Die Deutsche Bank führt ein umfassendes Paket von Energiesparmaßnahmen in ihren deutschen Betrieben ein, mit denen die Bank jährlich zusätzlich 4.900.000 kWh Strom einsparen wird. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 1.600 Zwei-Personen-Haushalten. Das Vorhaben wird kurz- und langfristig den Energieverbrauch senken und die Energiesparbemühungen der Bundesregierung unterstützen.

Die Bank wird die folgenden Maßnahmen zur Bereitstellung von Strom durchführen:

  • In den Sommermonaten wird die Klimatisierung weniger Energie verbrauchen, da die maximale Raumtemperatur in allen Bürogebäuden und Filialen von 23°C auf 25°C angehoben wird.
  • In allen Badezimmern gibt es nur fließendes kaltes Wasser.
  • Beleuchtete Außenwerbung und Slogans an Gebäuden werden zwischen 22.00 und 6.00 Uhr abgeschaltet, ebenso wie die Innenbeleuchtung in der Nacht. Nur die für Sicherheitszwecke notwendige Beleuchtung und die Beleuchtung in der Geldautomaten-Unterlobby werden eingeschaltet sein.
  • Der Brunnen vor der Hauptverwaltung in Frankfurt wird geschlossen.

Diese Maßnahmen werden sukzessive, aber schnellstmöglich in rund 1.400 Gebäuden in Deutschland eingeführt, die ganz oder teilweise von der Bank genutzt werden.

Auch die Deutsche Bank plant, den Gasverbrauch zu senken. Sie hat bereits Maßnahmen skizziert, die helfen sollen, das Ziel der EU-Kommission zu erreichen, zwischen August 2022 und Mai 2023 15 Prozent weniger Gas zu verbrauchen. Da jedoch noch ausstehende Entscheidungen der Bundesnetzagentur und der Bundesregierung die konkreten Maßnahmen beeinflussen werden, steht die Umsetzung an wird verschoben.

Der Betrieb der Deutschen Bank ist dank verschiedener Energiesparmaßnahmen bereits sehr energieeffizient. Die Bank hat 2017 in Deutschland ein Energiemanagementsystem nach der Industrienorm DIN ISO 50001 implementiert, in dessen Rahmen sich die Bank verpflichtet:

  • Umstellung der Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik in Bürogebäuden und Filialen.
  • Einführung von Gebäudeleittechnik, die künstliche Intelligenz nutzt, um den Energieverbrauch zum Heizen und Kühlen großer Standorte zu reduzieren.
  • Umstellung auf energiesparende Pumpen in Heizungsanlagen.
  • Reduzierung des Energieverbrauchs für die Kühlung in Technikräumen.
Siehe auch  Bundesminister: EU-Einigkeit bei Russland-Sanktionen bröckelt - Novinite.com

Auch die Pläne der Deutschen Bank, ihren Immobilienbestand zu verkleinern, tragen zur Senkung des Energieverbrauchs bei. Ende 2024 wird die Bank im nahe gelegenen Frankfurt und Eschborn über 40 Prozent weniger Fläche verfügen als Anfang 2021. In Bonn hat die Bank Personal aus mehreren ihrer alten Gebäude in den Neubau am Neuen Kanzlerplatz verlegt. Dadurch werden jährlich 5.000.000 kWh Strom und 6.200.000 kWh Gas eingespart. Deutschlandweit hat die Bank den direkten Strombezug gegenüber 2018 um 25 % reduziert.

Derzeit stammen 91 Prozent des Stroms der Bank weltweit aus erneuerbaren Quellen. Bis 2025 will die Bank ihren weltweiten Geschäftsbetrieb zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgen und ist daher der Global RE100 Initiative beigetreten, einer globalen Initiative unter Führung der Climate Group.