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Deutsche Geologen haben die Überreste eines alten Flusssystems in der Antarktis entdeckt

Deutsche Geologen haben die Überreste eines alten Flusssystems in der Antarktis entdeckt

Deutsche Geologen vom Alfred-Wegener-Institut haben die Überreste eines alten Flusssystems gefunden, das vor Dutzenden Millionen Jahren in der Antarktis existierte.

Die in der renommierten Fachzeitschrift Science Advances veröffentlichten Ergebnisse werfen neues Licht auf die erstaunliche geologische Geschichte des Kontinents.

Die Schlussfolgerungen der Forscher basieren auf der Analyse von Sedimenten, die bei Bohrungen im Meeresboden in der Westantarktis gewonnen wurden. Sie kamen zu dem Schluss, dass der untere Teil der Proben in der mittleren Kreidezeit, also vor etwa 85 Millionen Jahren, entstand. Bemerkenswerterweise enthalten die Sedimente versteinerte Sporen und Pollenkörner, die für gemäßigte Regenwälder charakteristisch sind, was auf ein deutlich anderes antarktisches Klima in der fernen Vergangenheit hinweist.

Die Oberseite der Exemplare, die aus dem mittleren und späten Eozän vor 30 bis 40 Millionen Jahren stammen, birgt eine weitere Überraschung. Der Sand in dieser Schicht zeigte ein charakteristisches Muster, das an die komplexen Muster moderner Flussdeltas wie dem mächtigen Mississippi erinnerte.

Um ihre Vermutungen zu bestätigen, führten die Wissenschaftler eine Analyse von Lipid-Biomarkern durch und quantifizierten die Anzahl der Fette und Zucker im Sediment. Sie haben ein einzigartiges Molekül entdeckt, das typischerweise in Süßwasser-Cyanobakterien vorkommt und einen überzeugenden Beweis dafür liefert, dass einst ein alter Fluss die Antarktis durchquerte.

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