Limburger Zeitung

Deutsche und europäische Nachrichten, Analysen, Meinungen und aktuelle Nachrichten des deutschen internationalen Senders.

Der deutsche Minister versucht, mit China über Vergeltungszölle zu sprechen

Der deutsche Minister versucht, mit China über Vergeltungszölle zu sprechen

Deutscher Wirtschaftsminister Robert Habeck Er traf am Freitag in China ein, um die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu retten, nachdem ein Vorschlag der Europäischen Union zur Erhöhung der Zölle auf chinesische Elektroautos Peking zu möglichen Vergeltungsmaßnahmen veranlasst hatte.

China hat bereits eine Antidumpinguntersuchung gegen Schweinefleischimporte aus der Europäischen Union eingeleitet, was größtenteils als Vergeltung für die vorgeschlagenen neuen Zölle auf Elektrofahrzeuge aus China angesehen wurde. Die EU-Behörden haben eine vorläufige Untersuchung möglicher unfairer staatlicher Beihilfen abgeschlossen und schlagen nach Angaben des Unternehmens neue Einfuhrzölle zwischen 17 % und 38 % vor. Chinesische Autohersteller drängen außerdem auf höhere Zölle auf importierte europäische Benzinautos, ein Schritt, der den deutschen Herstellern am meisten schaden würde, schrieb Reuters.

Chinesische Behörden machen Beamte der Europäischen Union für die Eskalation der Spannungen verantwortlich und werfen ihnen vor, die Situation eskalieren zu lassen und laut einer Erklärung des chinesischen Handelsministeriums möglicherweise zu einem „Handelskrieg“ zwischen China und der Union zu führen. In derselben Erklärung heißt es, dass EU-Beamte während der Untersuchung „chinesische Unternehmen eingeschüchtert und genötigt hätten, mit der Einführung hoher Strafzölle gedroht und äußerst umfassende Informationen verlangt hätten“.

Habeck wird China besuchen und sich mit dem chinesischen Premierminister treffen Li Qiang Mit dem Ziel, die europäische Position zu erläutern und mögliche Maßnahmen zu vermeiden, die der deutschen Wirtschaft schaden könnten. Deutschlands stark exportabhängige Wirtschaft betrachtet China als einen ihrer wichtigsten Handelspartner, insbesondere im lebenswichtigen Automobilsektor.

Während des Botschaftsessens in Peking stellte Habeck die neue Strategie Deutschlands gegenüber China vor. Die derzeitige Regierung hat ihre Strategie in einem im Juli 2023 herausgegebenen 64-seitigen Dokument dargelegt, in dem Chinas Fehlverhalten dargelegt wird, es ist ihr jedoch nicht gelungen, eine Strategie zur Eindämmung und Überwindung der Abhängigkeit von China festzulegen. Er äußerte sein Bedauern darüber, dass es an einem europäischen Ansatz für den Umgang mit China fehle.

Siehe auch  Deutsche Unternehmen sind jetzt zu nachsichtig, um zu investieren - Umfrage