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Das Bundesfinanzministerium rechnet für 2023 mit einer annähernden Verdopplung der Zinsbelastung

Eine Gesamtansicht des Bundesfinanzministeriums in der Abenddämmerung in Berlin, Deutschland, 9. September 2021. REUTERS/Annegret Heels

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BERLIN (Reuters) – Eine interne Einschätzung des Finanzministeriums zeigt, dass höhere Zinsen und Inflation die Zinsbelastung des Bundes bis 2023 nahezu verdoppeln werden.

In der Reuters am Dienstag vorliegenden Einschätzung geht das Ministerium für 2023 von Zinsausgaben in Höhe von rund 29,6 Milliarden Euro aus. Für 2022 wird der Betrag auf 16,3 Milliarden Euro geschätzt.

Als Grund nennt das Ministerium hohe Zinsen und Inflation. Kurssteigerungen führen zu höheren Zinszahlungen für inflationsindexierte Bundeswertpapiere.

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Auch für die Jahre nach 2023 tragen die Beamten des Ministeriums eine hohe Zinslast: 2024 wird sie auf unter 25,2 Milliarden Euro geschätzt, 2025 und 2026 auf etwa 27,7 Milliarden Euro beziehungsweise knapp 29,5 Milliarden Euro.

Die Kosten der Bundesverschuldung sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen: Während sie 2013 noch 31,3 Milliarden Euro betrugen, musste der Staat 2021 nur noch 3,9 Milliarden Euro aufwenden.

Das lag auch daran, dass der Bund in Zeiten von Negativzinsen Geld verdient, indem er sich verschuldet. Seit Jahren geben Investoren dem Bund bei der Kreditaufnahme mehr Geld, als sie letztendlich bekommen haben.

(1 Dollar = 0,9466 Euro)

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(Berichterstattung von Holger Hansen), Schreiben von Miranda Murray, Redaktion von William MacLean

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