Neue Ausbildungsstätte der Polizei in Diez: Auch Limburg profitiert

Am 1. September nimmt die Bundespolizeiausbildungsstätte in der Freiherr-vom-Stein-Kaserne in Diez offiziell ihren Betrieb auf, für den 8. September ist die feierliche Schlüsselübergabe vorgesehen. Rund 500 Frauen und Männer sollen dort einmal auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereitet werden.

Polizeioberrat René Kexel leitet das Vorbereitungsteam, das derzeit die notwendigen Voraussetzungen schafft, damit der Start wie geplant vollzogen werden kann. In der vergangenen Woche stattete er Bürgermeister Dr. Marius Hahn aus der Nachbarstadt Limburg einen Antrittsbesuch ab.

Innenstadt als Übungsfläche

„Die Ausbildungsstätte ist auch für Limburg ein Gewinn“, zeigte sich Hahn überzeugt. Im Gespräch mit Kexel bot er nicht nur an, den jungen Polizisten freie Fahrt in der Limburger Stadtlinie zu gewähren, wenn sie in Uniform unterwegs sind. Sie seien auch im Parkbad zu besonderen Konditionen willkommen. Wenn sich der Polizeinachwuchs in Uniform in der Stadt zeige, sei das durchaus von Vorteil und stärke das Sicherheitsgefühl der Bürger.

Daran, dass sich Bereiche der Limburger Innenstadt als Übungsflächen eignen, besteht für Kexel kein Zweifel. Die Bundespolizei habe unter anderem die Verantwortung für die Sicherheit auf den Bahnhöfen und der in Limburg sei der größte in der Umgebung. Folglich gebe es dort durchaus Präsenz- und praktische Übungsmöglichkeiten. Und auch wenn im ersten Ausbildungsjahr noch die Theorie im Vordergrund stehe, zieht Kexel auf längere Sicht alle Bereiche, die zu Fuß vom Standort Freiherr-vom-Stein-Kaserne aus zu erreichen sind, als mögliche Praxisstätten in Betracht.

Bis zu 800 Personen auf Areal

Rund 500 junge Frauen und Männer sollen in der neuen Polizeischule in Diez einmal ihre zweieinhalbjährige Ausbildung absolvieren. Im Vollbetrieb werden sich mit Lehrkräften sowie weiteren Mitarbeitern, die den Schulungsbetrieb verantworten, insgesamt rund 800 Personen auf dem Areal befinden. Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt sind daher bereits jetzt absehbar, da ein Teil des „Rahmenpersonals“ neu in die Region kommen und dort Unterkünfte benötigen wird.

Die Polizeischülerinnen und -schüler werden indes auf dem Areal der ehemaligen Bundeswehrkaserne untergebracht. Sie sind jeweils zu zweit auf einem Zimmer. Nach Angaben von Kexel wird es sich dabei um Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren handeln, in wenigen Ausnahmen auch älter.

Einbindung in Region wichtig

„Wir erwarten auch privat ein tadelloses Auftreten von unseren Leuten“, gibt Kexel eine klare Linie vor. Auch wenn die Zeit während der Ausbildung begrenzt ist, sei eine Einbindung in die Region wichtig. Dabei gehe es auch um die Freizeitgestaltung. Und wenn im Anschluss an die Ausbildung der Frankfurter Flughafen zum Einsatz- beziehungsweise Verwendungsort werde, entwickele sich aus dem befristeten möglicherweise ein dauerhafter Aufenthalt in der Region.

Die Voraussetzungen dafür sind mit guten Verkehrsverbindungen nach Einschätzung Kexels jedenfalls gegeben. Dieser Umstand sei auch ein ausschlaggebendes Kriterium bei der Entscheidung für Diez als neuen Standort des Bundespolizeiausbildungszentrums gewesen.

Am Freitag, 27. Oktober, findet auf dem Marktplatz in Diez die Vereidigung der neuen Polizeischüler statt. Bürgermeister Hahn regte in diesem Zusammenhang an, bei künftigen Vereidigungen auch Limburg als Standort zu berücksichtigen.

 

Auf dem Foto: Für den Limburger Bürgermeister Dr. Marius Hahn (links) gab es einen Aufsteller mit Wappen der neuen Polizeieinrichtung, René Kexel als Leiter des Vorbereitungsteams erhielt beim Antrittsbesuch ein Bild des sommerlichen Limburg. Foto: Stadt Limburg

 

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