Steinbruch „Dorndorfer Nill“: Es geht nicht voran

Seit 2001 kämpft die Bürgerinitiative „Rettet den Watzenhahn“ (BI) darum, dass der Basaltabbau des Dorndorfer Steinbruchs „Nill“ beendet wird. Nach langwierigen Verhandlungen wurde die Lösung gefunden, dass der Abbau im Steinbruch durch die BAG (Basalt Actien Gesellschaft) am 31. Dezember 2018 endet.

Seit 2012 gab es Verhandlungen mit der BAG, der Gemeinde Dornburg und der BI über die Zukunft des Steinbruches „Nill“. Nach diesen vielen Gesprächen wurde die vereinbarte Lösung gefunden. Ab 2019 soll die vollständige Rekultivierung des Gebietes in Angriff genommen werden und im Jahr 2021 abgeschlossen sein.

Wieso geht es nicht weiter?

Die BI „Rettet den Watzenhahn“ bedankt sich in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich bei Bürgermeister Andreas Höfner (CDU) und den im Gemeindeparlament vertretenen Parteien für die „konstruktiven Gespräche“. CDU und SPD hätten schriftlich, die Freien Wähler mündlich an ihrer Zusage für die Beendigung des Basaltabbaus im Jahr 2018 festgehalten. Allerdings macht sich die BI zwischenzeitlich Sorgen.

Trotz mehrmaliger Rückfragen, zuletzt sogar beim Regierungspräsidium Gießen, warte die Gemeinde Dornburg immer noch auf den erforderlichen Rahmenbetriebsplan. Rücksprachen mit der BAG und dem Bürgermeister hätten ergeben, dass der Antrag auf einen neuen Rahmenbetriebsplan seit mindestens zwei Jahren dem RP in Gießen vorliege. Alle erforderlichen Behörden sowie die Träger öffentlicher Belange seien gehört worden.

Es liegt laut der BI kein Verzögerungsgrund vor. Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung: „Seit über zwei Jahren gilt für die BI warten, warten, warten…. Kann es sein, dass es plötzlich heißt: Leider können die Zeiten nicht eingehalten werden? Leider muss verlängert werden, leider, leider.“

Die Bürgerinitiative befürchtet eine Verzögerungstaktik zwischen der BAG und dem Bergamt. Am 23. September findet die Jahreshauptversammlung der BI „Rettet den Watzenhahn“ statt. Dann soll beraten werden, inwieweit ein Antrag auf Untätigkeit der Behörden gestellt wird. In Erwägung gezogen wird auch eine Klage. Die BI hofft, dass bis zur Mitgliederversammlung ein rechtsgültiger Rahmenbetriebsplan vorliegt.

Foto: Bürgerinitiative

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